Wenn Perfektionismus blockiert: ADHS, Autismus und hohe Ansprüche

Shownotes

In dieser Folge geht es um Perfektionismus bei ADHS, Autismus, Hochsensibilität und Hochbegabung – und darum, warum ausgerechnet unser hoher Anspruch an uns selbst dafür sorgen kann, dass wir am Ende überhaupt nichts mehr hinbekommen. 

Denn Perfektionismus klingt ja erst mal ganz toll. Hohe Ansprüche, gründliches Arbeiten, möglichst keine Fehler machen. Aber was passiert, wenn dein Gehirn aus „Ich möchte es gut machen“ plötzlich ein „Entweder perfekt oder gar nicht!“ macht?

Genau darüber sprechen wir heute.

Ich teile mit dir einige spannende Rückmeldungen meiner Gehirn-Zwillinge aus dem Inner Circle und zeige dir, wie Perfektionismus bei den verschiedenen neurodivergenten Betriebssystemen entstehen und zur echten Blockade werden kann.

Du erfährst in dieser Folge unter anderem:

  • warum Perfektionismus häufig weniger mit Ehrgeiz als mit dem Wunsch nach Sicherheit und dem Vermeiden von Kritik zu tun haben kann

  • wie bei ADHS aus jahrelanger Kritik an Vergesslichkeit, Fehlern und Chaos ein überkompensierender Perfektionismus entstehen kann

  • warum bei Autismus das Bedürfnis nach präzisen Informationen, Details und klaren Abläufen zum Hindernis werden kann

  • welche Rolle emotionale Sensibilität und die Angst vor Ablehnung bei Hochsensibilität spielen können

  • weshalb Hochbegabung durch hohe Erwartungen und das gedankliche Durchspielen unzähliger Möglichkeiten ebenfalls blockieren kann

  • was die Ablehnungs- und Kritikdysphorie damit zu tun hat

  • und warum das berühmte Schwarz-Weiß-Denken so oft dazu führt, dass wir lieber gar nicht erst anfangen, statt etwas unperfekt zu machen.

Außerdem stelle ich dir meine ISEA-Tetrade vor: Identifikation, Selbstakzeptanz, Emotionsmanagement und Anti-Aufschieben.

Denn wenn wir besser verstehen, wie unser eigenes Betriebssystem funktioniert, können wir auch anfangen, unsere Ansprüche, unsere Emotionen und unsere Strategien im Alltag anders zu betrachten.

Vielleicht kennst du diesen Gedanken ja auch:

„Ich weiß doch, dass ich das kann. Warum bekomme ich es dann gerade nicht hin?“

Gerade wenn du früher vieles problemlos geschafft hast, können solche Phasen unglaublich frustrierend sein. Aber unsere Belastbarkeit, unsere Lebensumstände und die verfügbaren Ressourcen verändern sich.

Und manchmal ist nicht fehlende Disziplin das Problem, sondern der Anspruch, etwas nur dann machen zu dürfen, wenn es auch wirklich perfekt wird. 💜

🏝️ Bist du reif für die INSEL?

Am 31.10., 01.11. und 02.11. finden meine drei Live-Workshops zum Thema Anti-Aufschieben statt!

INSEL steht für Initiieren, Navigieren, Strukturieren, Entscheiden und Loslegen.

Wenn du lernen möchtest, wie du deine Aufschieberitis besser verstehen und mit gehirngerechten Strategien ins Tun kommen kannst, dann trag dich gerne auf die Warteliste ein. Auch deine Fragen kannst du zu den Workshops mitbringen.

👉 Alle Informationen zu den Workshops, meinen Neurokarten, Reflexionstools und weiteren Angeboten findest du hier:

https://beacons.ai/guardianofmind

Und vielleicht nimmst du aus dieser Folge vor allem eine Frage mit:

Was würdest du heute anfangen, wenn es nicht perfekt werden müsste?

Segle mit mir los – auf die (gr)ND Line 🧭
Deine Kathi 💜🐧


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